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Patent für den „Blanker“

Neue Möglichkeiten in der metallfreien Zahntechnik

Das in der Zahntechnik relativ neue Material PEEK (Poly-Ether-Ether-Keton) ist sehr vielseitig in der Anwendung. Es ist ein thermoplastischer Kunststoff mit kristallinem Aufbau, welcher ihn sehr widerstandsfähig und abriebbeständig macht. Indikationen für PEEK können sein: metallfreier Modellguss, Teleskoparbeiten, Kronen und Brücken und Stegkonstruktionen. Vor allem für den herausnehmbaren Zahnersatz stellt sich dabei oft die Frage nach der Optik. Bisher war es z. B. bei Teleskoparbeiten nur möglich, diese aus einer Farbe herzustellen, da PEEK sich durch seine Eigenschaften nicht – wie beispielsweise Nichtedelmetall durch Lasern – miteinander verbinden lässt. Wurde also eine Basis benötigt, musste diese die gleiche Farbe (meist zahnfarben oder weiß) wie die Sekundär-konstruktion haben (s. Abb. 1). Dieser Problematik stellte sich 2016 ein Mitarbeiter der Zahntechnik Blank und entwickelte ein spezielles Halteelement um durch eine feste, mechanische Retention zwei Prothesenteile miteinander zu verbinden. Diese Erfindung, genannt „Blanker“, dann zum Patent angemeldet. Im Januar 2018 wurde die Erfindung dann schlussendlich patentiert. Möglich – durch die Verwendung des Blankers – sind folgende Konstruk-tionen: Es können bei Teleskoparbeiten oder Modellgussprothesen zwei unterschiedliche Farben PEEK mit-einander verbunden werden. Das bedeutet, dass die Sekundärkon-struktion oder die Klammern aus zahnfarbenem PEEK angefertigt werden können, während die Basis aus rosa-opakem PEEK hergestellt werden kann und so optisch im Mund weniger auffällt (s. Abb. 2 & 3). Außerdem kann der Blanker auch an Zirkonkronen und -brücken, ähnlich wie ein Geschiebe, angehängt werden und als Retention für den herausnehmbaren metallfreien Zahnersatz dienen. Für die Verwendung des Blankers ist der Werkstoff PEEK unerlässlich, da er seine dauerhafte und nahezu abriebfreie Qualität beibehält und dabei trotzdem leicht elastisch ist.